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Komplizen der Spielregeln sind da, wo sie schon immer waren. In der Konfrontation von ICH, DU und WIR. Inmitten von Alltäglichkeit, Gewohnheiten, Lebensformeln und Rezepten des vermeintlich gelingenden Lebens. Ein Zapping zur Prime-Time.

Divergierende musikalische Muster treffen sich hier am größten gemeinsamen Nenner – mit Schulterblick und Fernpeilung eines MEHR. Die Musik lässt sich ganz grundlegend als “Postpunk, Post-Hardcore, irgendwas mit Post-, nichts klassisch, nichts stilvollendet“ (C.Steinbrink) beschreiben. Die Gitarren sind aber nie dazu da, um schlicht zu ‚rocken’. Sie machen jeden Song zu einem hybriden und komplexen Konstrukt auf wackeligen Pfeilern. Die Rhythmik dieser Musik nimmt unerhörte Wendungen, von Marschmusik zu Disco, von jazziger Spielerei zu brachialen Gitarrenwänden. Mitten darin existieren wiederkehrende Themen und Riffs, die wie ein Ruhekissen wirken.

Besonders in der Live-Performance entfalten die intensiven Vokal- und Soundkollagen ihre volle Wirkung: Auf der Gratwanderung, zwischen den Zeilen, werden die Karten neu verteilt und die Spielregeln konfiguriert. Eigentlich wäre die Musik allein schon herausfordernd und multidimensional genug. Um die Komplexität für den Zuschauer noch zu erhöhen, setzen die Visuals dem Ganzen die optische Krone auf.


  • Tobias Ortmanns, Stimme
  • Volker Weide, Gitarre
  • Christian Puckert, Gitarre
  • Frank Nagel, Bass
  • Julien Paoli, Schlagzeug
  • Schaupau, Visuals

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